Umgang mit Konflikten: Reduzierung der Zielambivalenz durch die Selbstintervention des “Best Possible Self”

Autor*in: living lingo  | 13. September 2022

Johannes Bodo Heekerens, Michael Eid & Kathrin Heinitz (2019)

Umgang mit Konflikten: Reduzierung der Zielambivalenz durch die Selbstintervention des “Best Possible Self”

Eine der wichtigsten Übungen in der Positiven Psychologie ist die Intervention des Best Possible Self (BPS, bestmögliches Selbst), die wiederholt gezeigt hat, dass sie das positive Erleben verstärkt.  Über die zugrunde liegenden psychologischen Mechanismen der Intervention ist jedoch wenig bekannt. Wir schlagen vor, dass Zielambivalenz und positive Zukunftserwartungen als Mediatoren fungieren sollten, da beide Variablen von der BPS-Intervention betroffen sein könnten und nachweislich das positive Erleben beeinflussen. Um dieses Problem zu untersuchen, haben wir Cluster von 188 Psychologie-Studenten randomisiert, um entweder über ihre bestmögliche Zukunft oder ihren Vortag zu schreiben. Die Teilnehmer berichteten über Zielambivalenz, positive Zukunftserwartungen und positive Gefühle vor, unmittelbar nach und eine Woche nach der Intervention. Die Ergebnisse der Pfadanalyse zeigten, dass die BPS-Intervention das Erleben positiver Gefühle erhöhte und die Zielambivalenz bis zu einer Woche später verringerte. Weder Zielambivalenz noch positive Zukunftserwartungen vermittelten den Effekt der BPS-Intervention auf das positive Erleben in der Woche nach der Durchführung. Zukünftige Studien sollten untersuchen, wie sich wiederholte Anwendungen der BPS-Intervention auf die Zielambivalenz im Zeitablauf auswirken und ob die resultierenden niedrigeren Stresslevels die Wirkung der Intervention auf depressive Symptome erklären könnte.

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