„… Es sind die Dankbaren, die glücklich sind“

Autor*in:  | 6. Juli 2026

Watkins, P. C. et al. (2014)

Fachartikel: Grateful recounting enhances subjective well-being: The importance of grateful processing

Wofür sind Sie heute dankbar? Kann ein täglicher dankbarer Rückblick auf den Tag einen Einfluss auf das Wohlbefinden nehmen?

Um diese Frage zu beantworten, teilten die Autoren der Studie die Teilnehmenden in drei Gruppen ein: Proband:innen der Kontrollgruppe erinnerten sich eine Woche lang an neutrale Situationen; ein anderer Teil der Teilnehmenden sollte jeden Abend drei positive Dinge aufschreiben, auf die sie stolz waren; die „Dankbarkeits-Gruppe“ wurde angehalten, drei positive Ereignisse zu erinnern und zu überlegen, warum sie dafür dankbar waren.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass sich bereits nach der einwöchigen Intervention positive Effekte hinsichtlich erhöhten Wohlbefindens in allen drei Gruppen zeigten. Am deutlichsten war der Anstieg bei jenen Personen ersichtlich, die Gründe für Dankbarkeit aufgezählt hatten. Auch fünf Wochen nach Beendigung der Teilnahme verzeichnete diese Gruppe die höchsten Werte an subjektivem Wohlbefinden.

Die Ergebnisse bestätigten somit die Annahme, dass eine dankbare Haltung auch langfristig positive Auswirkungen auf Psyche und Kognition haben kann. Ein Grund dafür könnte – den Mutmaßungen der Forscher zufolge – sein, dass regelmäßige Dankbarkeitsübungen wie diese zum einen das Gehirn trainieren, bewusster auf die täglichen „Geschenke“ zu achten. Zum anderen könnte ein dankbares Mindset längerfristig kognitiven Verzerrungen entgegenwirken, die das Wohlbefinden schmälern.

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