Wie Musik und Positive Psychologie Angstsymptome reduzieren können

Kwok, S. Y. (2019)
Fachartikel: Integrating Positive Psychology and Elements of Music Therapy to Alleviate Adolescent Anxiety
Die Studie befasst sich mit der Wirksamkeit einer Musiktherapie auf Angstsymptome bei Jugendlichen. Besonders daran ist, dass sie einen Zugang aus der positiven Psychologie wählt. Sie kombiniert Elemente der Musiktherapie mit Konzepten der positiven Psychologie (z.B. Hoffnung, emotionale Kompetenz, Wohlbefinden, Happiness). Somit hebt sich die Intervention der Autorin zufolge von anderen „defizit-orientierten“ Therapien ab, die sich lediglich auf die Reduktion von Angstsymptomen, nicht aber auf den Aufbau von positiven Erfahrungen und Gefühlen fokussieren.
Im Zuge von acht je 90-minütigen Sitzungen zu Themen wie Problemlösen, Hoffnung, Bewusstsein und Emotionsausdruck (unter anderen durch Musikinstrumente) sollten Jugendliche ihren Umgang mit den eigenen Gefühlen verbessern. Musik sollte nicht nur als Kanal zur Emotionsregulation dienen, sondern auch ein Gefühl von Kontrolle bzw. Selbstwirksamkeit vermitteln sowie positive Beziehungen aufbauen und Kreativität fördern.
Die Ergebnisse zeigten in der Tat eine signifikante Reduktion von Angstsymptomen, ein erhöhtes Glücksempfinden, mehr emotionale Kompetenz sowie Hoffnung. Hoffnung stellte sich zudem als Mediator in der Beziehung zwischen Angst und Glücksempfinden heraus.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Musiktherapie in Kombination mit Elementen der positiven Psychologie Angst reduzieren und das Wohlbefinden stärken kann.

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