In der eigenen Mitte: Welche Effekte Meditation hat

Autor*in:  | 8. Juni 2026

Sedlmeier, P. et al. (2012)

Fachartikel: The Psychological Effects of Meditation: A Meta-Analysis

Diese Meta-Analyse gibt einen Überblick über die Effekte von Meditation. Von anfänglich knapp 600 Studien gingen lediglich 163 in die Meta-Analyse ein – nur jene Studien, die aus methodischer Sicht die Kriterien einer Kontrollgruppe erfüllten und längerfristige Effekte untersuchten.

Die Analyse zeigte, dass Meditation in Zusammenhang mit geringerem Stress und negativen Emotionen steht und zu Wohlbefinden sowie erhöhter Aufmerksamkeit beitragen kann. Meditation stellt sich also als wertvolles Tool heraus, das auch in der klinisch-psychologischen Praxis Erfolge verzeichnet. Wie Meditation wirkt, ist noch nicht eindeutig geklärt. Die Autor:innen nennen als mögliche Mechanismen eine reduzierte Aktivität des sympathischen Nervensystems, die Entspannung vermittelt sowie das Erlernen von Aufmerksamkeitssteuerung, Emotionsregulation und Perspektivenwechsel.

Kritisch erwähnt wird hingegen, dass zahlreiche Faktoren die Wirkung von Meditation auf die psychische und emotionale Verfassung beeinflussen können. Beispiele für sogenannte Moderatorvariablen sind die Art der Meditation – die Meta-Analyse zählt vielfältige Zugänge und Praxen der Meditation mit unterschiedlichen Foki und Zielen auf –, die Dauer der Intervention sowie persönliche Meditationserfahrung. Daher schlussfolgern die Autor:innen, dass weitere Studien notwendig sind und die Ergebnisse mit Bedacht interpretiert werden sollen. In jedem Fall lässt sich aber ein Trend hinsichtlich positiver Auswirkungen von Meditation feststellen.

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