Sind freudvolle Lehrer:innen bessere Lehrkräfte?

Autor*in:  | 15. Juni 2026

Pfeifer M. E. et al. (2026)

Fachartikel: Linking Teacher Emotions, Teaching Quality Indicators, and Student Outcomes in Mathematics: Results From the Global Teaching InSights Study

In dieser Studie wurde untersucht, ob die Emotionen der Lehrer:innen in Zusammenhang mit Unterrichtsqualität stehen und welchen Einfluss sie auf schulischen Leistungen, das Selbstwirksamkeitserleben und Interesse von Schüler:innen haben.

Konkret wurden die Forschungsfragen anhand von Daten von 679 Mathematiklehrer:innen aus acht verschiedenen Ländern von vier Kontinenten überprüft. Die Analyse ergab, dass die Art der Emotion vonseiten der Lehrkräfte (verglichen wurden Freude vs. Ärger) in der Tat einen Unterschied aus Sicht der Schüler:innen machte.

Die Forschenden fanden heraus, dass die Wirkung von Emotionen auf die Leistung und Motivation der Schüler:innen vermittelt wird durch die Unterrichtsqualität. Anders ausgedrückt: Lehrer:innen, die mehr Freude empfinden, sind in der Lage, einen besseren Unterricht zu gestalten – im Sinne eines besseren Klassenmanagements, dem Aufbau einer unterstützenderen Beziehung zu und dem kognitiven Anregen von ihren Schüler:innen. Dies hat wiederum einen positiven Effekt auf die akademische Leistung und das Interesse der Schüler:innen. Eine gegenteilige Tendenz zeigte sich bei Ärger.

Herauskristallisiert hatte sich zudem, dass eine kognitiv stimulierende Unterrichtsgestaltung das Engagement vonseiten der Schüler:innen sowie die Bereitschaft, komplexe Konzepte zu erforschen, fördert. Dies kann wiederum das Selbstwirksamkeitserleben, eine wichtige Variable im Schulkontext, heben.

Was ist das Fazit der Studie? Es spielt eine zentrale Rolle, welche Emotionen Lehrende haben. Emotionen tragen aktiv dazu bei, wie die Unterrichtsqualität wahrgenommen wird und bestimmen in weiterer Folge auch die Lernergebnisse.

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