Die Effektivität von Selbst-Affirmationen ist auch im Gehirn sichtbar

Autor*in:  | 13. April 2026

Cascio, C. N. et al. (2016)

Fachartikel: Self-affirmation activates brain systems associated
with self-related processing and reward and is
reinforced by future orientation

Die Studie geht der Frage nach, welche neuronalen Mechanismen Selbstaffirmationen zugrunde liegen bzw. welche Netzwerke währenddessen im Gehirn aktiviert werden. Selbstaffirmationen werden allgemein als eine Art der Selbstbestätigung verstanden. Sie spiegeln unsere Werte wider gewährleisten Wohlbefinden und Schutz, indem sie uns an unsere Erfolge und Stärken erinnern. Das ist vor allem vorteilhaft in Situationen, in denen unser Selbstwert bedroht wird.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass sich auf neuronaler Ebene Unterschiede zwischen Teilnehmenden mit Selbstaffirmationen (Experimentalgruppe) und jenen in der Kontrollgruppe feststellen lassen. Selbstaffirmationen sind vor allem mit der Aktivierung von Selbstverarbeitungs- und Belohnungssystemen im Gehirn verbunden – besonders bei einer Reflexion über zukunftsbezogene Werte.

Darüber hinaus verdeutlichen die Ergebnisse auch einen Zusammenhang zwischen Selbstaffirmationen und Verhaltensänderung. Die Teilnehmenden der Selbstaffirmationsgruppe zeigten mehr Gesundheitsverhalten verglichen mit der Kontrollgruppe. Der Effekt verstärkt sich insbesondere bei einer Reflexion über zukunftsorientierte Werte.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass in Selbstaffirmationen eine Kraft liegt: Selbstaffirmation aktivieren nicht nur Belohnungssysteme im Gehirn und führen dadurch zu einem Gefühl der Selbstbestätigung; sie erhöhen auch die Offenheit für Veränderungen. Somit scheinen Selbstaffirmationen wirkungsvolle Tools zu sein, um das Selbstbild sowie das eigene Verhalten positiv zu beeinflussen.

You must be logged in to post a comment.

Zum Kalender